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Werkzeugkasten
Sechs Engpässe, sechs Werkzeuge
Übersicht

Sechs Engpässe, sechs Werkzeuge

Sechs Fragen, die im Mittelstand gerade regelmäßig auf den Tisch kommen — und zu jeder ein Werkzeug, das die Antwort strukturiert statt sie zu behaupten. Alle laufen im Browser, speichern lokal, brauchen keinen Login und kosten nichts. Jede Angabe trägt ihre Fundstelle im Gesetz.

Rechtsstand der regulatorischen Werkzeuge: August 2026 · jedes Werkzeug weist seinen Stand selbst aus
Engpass 1 · KI-Regulierung

Fällt unsere KI-Anwendung unter den AI Act?

Die verbreitete Frage ist falsch gestellt. Der AI Act stuft nicht das Unternehmen ein, sondern jedes KI-System einzeln — ein Betrieb kann gleichzeitig verbotene, hochriskante und minimal regulierte Systeme betreiben. Der Navigator führt deshalb ein Register: Profil einmal, dann jeden Anwendungsfall einzeln durch acht Prüfstufen, aus einem Katalog von 18 typischen Mittelstandsfällen.

Die Fristen nach dem Digital Omnibus: Transparenzpflichten (Art. 50) gelten seit dem 02.08.2026, die maschinenlesbare Kennzeichnung für Bestandssysteme ab dem 02.12.2026. Hochrisiko nach Anhang III wurde auf den 02.12.2027 verschoben, nach Anhang I auf den 02.08.2028. Die Verbote nach Art. 5 wurden nicht verschoben.
Betroffenheit prüfen →
Engpass 2 · Lieferkette

Ein Großkunde schickt einen Lieferanten-Fragebogen.

Der Druck kommt hier vertraglich von Kunden, nicht von der Aufsicht — und die Antworten werden jedes Mal neu zusammengesucht. Das Werkzeug erfasst die Sorgfaltspflichten der §§ 3 bis 10 LkSG einmal: je Pflicht das regelnde Dokument, der Verantwortliche und der Beleg. Ein Kundenmodus blendet auf die Angaben ein, die Lieferantenselbstauskünfte tatsächlich verlangen.

62 Angaben in 12 Abschnitten, davon 27 im Kundenmodus. Die Nachweisliste weist jede beantwortete Angabe ohne Beleg farbig als Lücke aus — das ist der Unterschied zwischen „wir machen das" und „wir können das zeigen". Zur Rechtslage: Die Berichtspflicht nach § 10 Abs. 2 LkSG gilt weiter. Eingestellt hat das BAFA zum 01.10.2025 nur die Entgegennahme und Prüfung der Berichte.
Nachweis aufbauen →
Engpass 3 · Cybersicherheit

Sind wir NIS2-pflichtig — und was müssen wir belegen?

Zwei Fragen, zwei Schritte. Erst der Betroffenheits-Check: zehn Fragen, fünf Minuten, Ampel und Handlungsempfehlung. Wer betroffen ist, dokumentiert danach die zehn Risikomanagement-Maßnahmenbereiche nach § 30 Abs. 2 BSIG — je Bereich das regelnde Dokument, der Verantwortliche und der Wirksamkeitsbeleg.

55 Angaben in 11 Abschnitten. Ergebnis sind zwei druckbare Dokumente: eine Umsetzungsdokumentation und eine Nachweisliste, die Angaben ohne Beleg als Lücke ausweist.
Betroffenheit prüfen → Danach: NIS2-Nachweis aufbauen
Engpass 4 · Datenschutz

Dürfen unsere Daten in die USA?

Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern nur je Anwendung. Der Check erfasst Ihre Cloud-Anwendungen und bewertet jede einzeln nach Transfer-Impact-Assessment (Art. 44 ff. DSGVO, Schrems II): Übermittlungsgrundlage, Zugriffsbefugnisse im Drittland, Zusatzmaßnahmen, Restrisiko. Regelbasiert, ohne KI — jede Bewertung ist nachvollziehbar.

Kuratierter Katalog mit 55 Anwendungen und 71 europäischen Alternativen, jeder Eintrag mit Quellen-URL, Katalogstand August 2026. Enthält das Szenario „DPF entfällt" — die Frage, die nach der Aufkündigung des Data Privacy Framework sofort auf dem Tisch läge.
Transfers bewerten →
Engpass 5 · Projektportfolio

Zu viele Projekte, zu wenig Leute.

Jeder weiß, dass etwas gestrichen werden muss. Woran es scheitert, ist die Begründung. Die Matrix bewertet das Portfolio nach dem Werthebel je verbleibendem Euro — bereits ausgegebene Mittel bleiben bewusst außen vor. Statt „weiter oder stopp" gibt es vier Handlungen: Schützen, Strecken, Beschneiden, Stoppen.

Ergebnis ist ein druckbarer Entscheidungs-Einseiter mit Sunk-Cost-Klarstellung, den zu erwartenden Gegenargumenten und der Verwendung der freiwerdenden Mittel. Das ist das Dokument, das die Sitzung übersteht.
Portfolio bewerten →
Engpass 6 · KI-Kosten

Was kostet uns KI wirklich?

Die Lizenzkosten sind selten das Problem — die Unklarheit darüber, wer was nutzt, schon. Das Cockpit führt vier Sichten zusammen: Use-Case-Priorisierung nach Netto-Nutzen und Machbarkeit, Governance und Tool-Inventar, Kosten-Tracker mit Budget-Monitoring und einen API-Kalkulator zum Modellkostenvergleich.

Inklusive Erkennung von Schatten-KI — den Werkzeugen, die im Haus benutzt werden, ohne dass sie jemand freigegeben hat. Aus den Use-Cases entsteht ein druckbarer KI-Fahrplan.
Kosten aufstellen →

Wenn das Werkzeug die Frage nicht beantwortet

Manche Fragen lassen sich nicht in einem Formular klären. Dann spart ein 30-Minuten-Gespräch oft Monate an Umwegen — ich ordne Ihr Vorhaben ein, konkret und ohne Pitch.

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Über diese sechs hinaus: 40 Werkzeuge und 18 Whitepaper zu Portfolio-Management, Controlling, ESG und Cyber-Compliance.